WBV Wiehengebirge Wasserbeschaffungsverband Minden


Woher kommt unser Wasser?

Der WBV fördert und verteilt aus eigenen Betriebsanlagen rund 800.000 m³/Jahr Trinkwasser. Etwa 700.000 m³/Jahr werden aus Grundwasser der Bastauniederung gewonnen (WW Rothenuffeln und WW Haddenhausen), 100.000 m³/Jahr entstammen der Quellfassung Luttern im Wiehengebirge, deren ursprünglicher Ausbau auf den Erzbergbau zurückgeht.

Die Wasserspeicherung erfolgt im Hochbehälter Dützer Berg (Volumen 1.000 m³, Höhe 127,0 mNN) sowie im Hochbehälter Tiefzone Unterlübbe/Eickhorst (400 m³, Höhe 105,52 m NN) und Hochbehälter Mittel-/Hochzone Oberlübbe/Eickhorst (200 m³, Höhe 159,62 mNN).

Die Wasserverteilung im Gebiet des WBV Wiehengebirge ist charakterisiert durch das großflächige Versorgungsgebiet und durch die Topographie am Nordhang des Wiehengebirges mit teilweise sehr steilen Hängen und felsigem Untergrund.

Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen ergeben sich verschiedene Wasserdruckzonen im Versorgungsgebiet.


Wasserqualität

Die Wasserqualität des Rohwassers, das der WBV Wiehengebirge aus den Brunnen fördert, sowie des Trinkwassers, das an die Einwohner in unserem Versorgungsgebiet weitergegeben wird, wird regelmäßig von einem anerkannten akkreditierten Labor gemäß der Trinkwasserverordnung überprüft.

Zweimal im Jahr wird das Rohwasser jedes Brunnen und der Lutternquelle mikrobiologisch und chemisch untersucht. Auf diese Weise können Veränderungen in der Grundwasserqualität frühzeitig festgestellt werden.

Das Rohwasser wird in beiden Wasserwerken belüftet. Im Wasserwerk Rothenuffeln wird dadurch Eisen und Mangan, das natürlicher Weise im Grundwasser vorliegt, oxidiert und über Sandfilter aus dem Trinkwasser entfernt. Im Wasserwerk Haddenhausen dient die Belüftung dem Austrag von überschüssiger Kohlensäure (CO2). Das Wasser der Lutternquelle benötigt keinerlei Aufbereitung.

Monatlich werden mikrobiologische Parameter im Trinkwasser kontrolliert. Zweimal im Jahr wird das Trinkwasser auf mehr als 40 Stoffe untersucht, darunter Schwermetalle, Anionen, Kationen, und organische Schadstoffe.

Die Qualität des Wassers ist so gut, dass keine Aufbereitungsstoffe zugesetzt werden müssen.

Viermal im Jahr werden in unterschiedlichen Bereichen unseres Versorgungsgebietes Netzproben entnommen und auf mikrobiologische Parameter untersucht.

Die aktuellen Analysen der Trinkwasseruntersuchung finden Sie hier, siehe Analysen.


Härtebereich

Aufgrund des anstehenden Gesteins im Gewinnungsgebiet liegt das Trinkwasser des WBV Wiehengebirge mit ca. 21 °dH im Härtebereich hart
(> 14 °dH) gemäß dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WMRG).


Tipps zum verantwortungsbewussten Umgang mit Trinkwasser

Gemäß unseres Leitsatzes „Woater es nich olles, oba olles es nix ohne Woater“ gilt es, unser Grundwasser zu schützen, damit auch weiterhin die strengen Qualitätskriterien der Trinkwasserverordnung für das gewonnene Trinkwasser eingehalten werden können und auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung steht. Neben der Trinkwasserqualität ist der sorgsame und sparsame Umgang mit der Ressource Trinkwasser ebenfalls ein wichtiger Baustein.

Wir bitten Sie daher, möglichst wassersparend zu leben. Mit einfachen Mitteln können Sie unsere Wasserressourcen und Ihren Geldbeutel entlasten:

  • Nutzen Sie wassersparende Armaturen in Ihrer Dusche und in der Küche.
  • Stellen Sie das Wasser während des Zähneputzens oder beim Einseifen unter der Dusche ab.
  • Gießen Sie die Pflanzen in Ihrem Garten mit Regenwasser.
  • Gießen Sie morgens oder abends und nicht in der Mittagszeit.
  • Nutzen Sie die zahlreichen Angebote der öffentlichen Frei- und Schwimmbäder in der Umgebung und verzichten Sie auf einen privaten Gartenpool.

Da bei abgestandenem Wasser die Gefahr einer Verkeimung besteht, vermeiden Sie Stagnation in Ihren Trinkwasserleitungen. Entnehmen Sie regelmäßig Trinkwasser aus allen Zapfhähnen und lassen Sie das Wasser so lange laufen, bis es spürbar kühler wird. Damit stellen Sie sicher, dass Sie das frische Trinkwasser aus unserem Leitungsnetz nutzen.

Geologie

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite
Geologie im Versorgungsgebiet